‚Kay, Pop?

Disclaimer: Alles in diesem Blogartikel ist vollkommen subjektiv. Nichts hier soll verletzend oder kritisierend sein. Ich selbst mag K-Pop und will niemanden haten, sondern nur meine Erfahrungen teilen. Teilweise eventuell etwas überspitzt, um das Ganze unterhaltsamer zu gestalten.

Wie ihr vielleicht mitbekommen habt, hab ich in letzter Zeit einiges mit K-Pop am Hut. Nicht nur, dass ich diese Musikrichtung neuerdings verstärkt höre, sondern auch dass ich in einer K-Pop Tanzgruppe in Dresden bin. Ich will hier einfach mal ein wenig aus dem Nähkästchen plaudern, was manchmal meine Eindrücke von der Szene sind beziehungsweise was mir so aufgefallen ist.

Zunächst muss man verstehen, dass man K-Pop anscheinend nicht einfach nur hört, nein, man lebt K-Pop. Es gibt Bedingungen, die man erfüllen muss, wenn man „K-Popper“ sein will:

  1. Man muss JEDE K-Pop Band kennen! J e d e, ohne Ausnahmen. Am Besten weiß man außerdem noch das Jahr des Debuts und wie jedes Mitglied heißt. Bürgerliche Namen sowie Geburtsdaten und Gewicht bringen Bonuspunkte.
  2. Man hat gefälligst ein Bias (sprich: ‚Baies‘) in jeder Band. Das ist quasi dein Schwarm in der Band. In jeder Situation muss dir der Name einer Band zugerufen werden können und du musst sofort dein Bias der Band nennen können. Außerdem musst du deine Biase jederzeit erkennen können wenn man dir Gruppenbilder zeigt.
  3. Die Steigerung von Bias ist das Ultimate-Bias. Davon hat man ein weibliches und ein männliches. Immer. Man sollte im Optimalfall Atemnot bekommen, wenn man sein Ultimate-Bias in einem Video sieht. Beide zusammen in einem Video kommen einem Herzinfarkt gleich.
  4. Du musst SHINee lieben.

Was für viele scheinbar ein wenig unfassbar ist, wäre der Umstand, dass man die Musik nur hört, weil man die Musik mag. Das wäre ja auch Schwachsinn. Ich fand mich leider schon häufiger in einer Situation bzw. einem Gespräch wie folgendem wieder:

A: *hat plötzlich einen Ohrwurm, wegen einem zufälligem Gesprächsfetzen*
Ich:
A: „Du kennst doch [hier beliebigen Song/Interpret einfügen], oder?“
Ich: *Ähm… Nee?“
A: „Ohh mein Gott! Wie kannst du das nicht kennen?! Ich muss dir unbedingt mal den YouTube Link schicken!“

Selten hab ich so einen Link dann wirklich mal geklickt.
Wenn ich etwas empfohlen haben will, dann frag ich oder such selbst danach. Das ist bei mir bei jedem Genre so. Danke.

Eine andere Sache ist es, wenn ich mit mehreren Leuten zusammen sitze, die alle viel tiefer in der Materie stecken als ich. Dann kommt es leider viel zu oft vor, dass ich dem Gespräch nicht folgen kann, weil der Inhalt für mich halt nur aus Namen und Wörtern besteht, die – das weiß ich ja sogar – zum Thema K-Pop gehören. Das war’s aber auch schon. Nachfragen möchte ich dann aber auch nicht, weil dann entweder eine Antwort wie im oberen Beispiel kommt, oder ein mehrstündiger Vortrag über die Leute.

Ich finde Leute, die so sehr für diese Musik brennen, faszinierend! Allerdings müsst ihr auch verstehen, dass ich noch viel mehr Musik mag als nur K-Pop. So gesehen bin ich in der Szene ein Newbie und ich hab kein Problem damit. Vielleicht solltet ihr auch mal in andere Genre reinhören, da gibt’s einiges zu entdecken.

Und für Leute, die K-Pop vielleicht gar nicht mal so schlecht finden, aber dieses ganze Fangirling etwas zu krass finden: hört einfach was ihr wollt. Niemand zwingt euch, plötzlich jedes Mal fast in Tränen auszubrechen, wenn ihr eine/n bestimme/n Sänger/in seht. (Das ist kein Witz, das passiert wirklich) Musik ist ja schließlich für jeden da.

Das waren meine Gedanken dazu.


Und falls es jetzt jemand interessiert, meine Ultimate-Biases sind übrigens CL von 2NE1 und G-Dragon von BigBang.
Und ich habe noch nie SHINee gehört und habe es auch nicht vor.
Und ich kann EXO nicht auseinanderhalten.

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