Steine.

Die Straße, die ich vor mir seh‘,
liegt leer und verlassen.
Auf meiner Stirn fühl ich nur Schnee.
Und Kälte füllt die Gassen.

Die Lichter meiner Heimatstadt
scheinen nur noch schwach.
Sie war doch alles, was ich hat’.
Ihr Schein hielt mich wach.

Die Hände, die ich wärmen sollte
sind von der Kälte blau.
Warum sie mich verlassen wollte,
daraus werd ich nicht schlau.

Der Gesang in meinem Ohr,
hallt nur noch sehr leise.
Erinner’ mich, was sie mir schwor.
Dann ging sie auf die Reise.

So lieblich ihre Stimme war,
so herzlos war die Flucht.
Das Leben ist nicht wunderbar,
egal, was man versucht.

Nun ist sie weg und ist bei ihm.
Und ich bin hier alleine.
Von ihr ist mir nicht viel geblieben.
Außer Herzen oder Steine.

Das Leben ist nicht immer schön,
da braucht’s keiner Belege.
Die Welt wird sich doch weiter dreh’n,
geh’n wir auch and’re Wege.

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