Die Vorlesung

Fast Mittag. Ich gähne lang und schaue mich dabei gelangweilt im Raum um. Der Hörsaal ist voll. Also eigentlich wie immer. Die ersten Reihen sind voller als die hinteren. Hier ist auch nichts besonderes dran. Ebenso wenig wundert es mich, dass ich – selbstverständlich in einer der hinteren Reihen sitzend – nicht aufpasse, sondern stattdessen diesen Text hier schreibe und dabei anmerke, dass ich nicht aufpasse.
Allgemein passt sowieso kaum einer auf. Jeder hat festgestellt, dass der Professor nur sein Skript an die Tafel schreibt und das Ganze in einer so hohen Geschwindigkeit, dass es unmöglich ist, mitzukommen. Und trotzdem sitzen wir alle in diesem Raum und vertreiben uns hier die Zeit.
Wir könnten zwar genauso gut in der Mensa sitzen, oder Zuhause im Bett liegen, oder lesen oder gar lernen.
In sieben Tagen steht die erste Prüfung an. Ich werde sie nicht ablegen, weil ich sie nicht bestehen würde. Mathe. Vermaledeite Mathe.
Ich kratze mir den Hinterkopf.
Ich beobachte das Phänomen, dass mir wirklich der Kopf juckt, nachdem ich diesen Satz geschrieben habe. Mist.
Ich bemerke ein Bündel 500€-Scheine in meiner Hosentasche.
Schade, das ist nicht wahr geworden.

Ich will wieder Schule haben.

Advertisements

Senf bitte hier dazu geben.

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s