Die Vorlesung

Fast Mittag. Ich gähne lang und schaue mich dabei gelangweilt im Raum um. Der Hörsaal ist voll. Also eigentlich wie immer. Die ersten Reihen sind voller als die hinteren. Hier ist auch nichts besonderes dran. Ebenso wenig wundert es mich, dass ich – selbstverständlich in einer der hinteren Reihen sitzend – nicht aufpasse, sondern stattdessen diesen Text hier schreibe und dabei anmerke, dass ich nicht aufpasse.
Allgemein passt sowieso kaum einer auf. Jeder hat festgestellt, dass der Professor nur sein Skript an die Tafel schreibt und das Ganze in einer so hohen Geschwindigkeit, dass es unmöglich ist, mitzukommen. Und trotzdem sitzen wir alle in diesem Raum und vertreiben uns hier die Zeit.
Wir könnten zwar genauso gut in der Mensa sitzen, oder Zuhause im Bett liegen, oder lesen oder gar lernen.
In sieben Tagen steht die erste Prüfung an. Ich werde sie nicht ablegen, weil ich sie nicht bestehen würde. Mathe. Vermaledeite Mathe.
Ich kratze mir den Hinterkopf.
Ich beobachte das Phänomen, dass mir wirklich der Kopf juckt, nachdem ich diesen Satz geschrieben habe. Mist.
Ich bemerke ein Bündel 500€-Scheine in meiner Hosentasche.
Schade, das ist nicht wahr geworden.

Ich will wieder Schule haben.

Aus dem WG-Leben.

plctrm & bttrfly

Ein typischer Ich-wohn-nicht-mehr-bei-Mami-Post eines Ich-hab-mein-Abi-und-bin-schon-groß-Mädchens.

Ich wohn seit zweieinhalb Monaten in einer wunderbaren WG. Aber es gibt ein paar Dinge, die einem irgendwann auffallen.

1. Wir sind vier Jungs und drei Mädchen mit zwei Wohnungen, aber einer WASCHMASCHINE. Wochenlang will niemand waschen, du hast selber zu wenig, als das es sich lohnt, also wäscht du auch nicht. Ein paar Tage später am Mittagstisch:
Karo: Ich wasch nachher mal meine Wäsche. Is‘ okee, oder?
Daniela: Ich hab grade meine Wäsche drinnen. Aber heute Abend kannst du waschen.
Fabi: Nee, heute Abend wollte ich waschen!
Charly müsste auch mal wieder waschen und überhaupt, warum wollen alle immer zur gleichen Zeit waschen?? Was denn da los.

2. BÜCHER. Das Beste am WG-Leben ist wohl, dass man eine kleine Bibliothek hat. Jeder besitzt ein paar Bücher und ständig leiht man die Bücher hin und her. Fabian hat mein Buch, ich hab eins von Joel…

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