Just some thoughts

Manchmal sitze ich zu Hause und höre einfach dem Regen zu. Dem Regen, wie er an mein Fenster schlägt. Ich höre ihm zu und mir gehen Lieder durch den Kopf. Lieder, die mich an diese Situation erinnern… Ich könnte vor mich hin singen und mir wünschen, dass mich jemand beatmet… Ich könnte vor mich hin singen und erzählen, von verlorenen Lieben, von Christian und Gloria, vom Ruhelosen-Herz-Syndrom und von der letzten Nacht auf Erden… Ich könnte auch vom Vorstadt-Jesus erzählen und welche Dramen er durchleiden musste… Oder ich könnte mich an ein unbekanntes Mädchen erinnern, dessen Namen ich schon lange vergessen habe…

Aber all das tue ich nicht. Ich liege in meinem Bett und schreibe meine Gedanken auf. Ich tippe sie in meinen Laptop, ich notiere sie auf Papier. Nach und nach entstehen Reime, Strophen, Gedichte. Ich lösche sie. Ich verändere sie, um sie dann abzuspeichern und wegzustecken. Ich werde später auf sie zurückgreifen, sie erneut durchlesen und mich daran erinnern, wie mein Leben damals war. Meine Gedichte speichern meine Erinnerungen ab. War ich emotional auf dem Höhepunkt oder lag ich allein in meinem Zimmer und fühlte mich kalt und einsam? Meine Texte wissen es. Es gibt nicht viele Menschen, mit denen ich diese Erinnerungen teile. Die, denen ich diese Texte schenke, bedeuten mir sehr viel! Ich vertraue ihnen damit einen Teil meines Lebens an und ich hoffe, dass sie das zu schätzen wissen.

Manchmal sitze ich zu Hause und denke an die anderen. Die anderen, die jetzt alleine sind und jetzt jemanden gebrauchen könnten, der sie in den Arm nimmt und sich ihre Geschichten anhört. Die anderen, denen ich nur zu gern helfen würde, die ich nur zu gern in den Arm nehmen würde… Was ich aber nicht kann… Dann hoffe ich nur, dass sie ihr Leben in den Griff bekommen und bald wieder lachen können. Manche nennen diese Gefühle „Mitgefühl“ oder „Einfühlsamkeit“, aber ich nenne sie „Freundschaft“.

Jeder, der diese Gefühle mit mir teilt, weis, wovon ich hier schreibe. Und jedem, der diese Gefühle mit mir teilt, möchte ich sagen, dass ich euch beistehe, egal ob ihr mich kennt oder nicht, ich bin bei euch und versuche euch Kraft zu geben! Die Erde wird sich auch für euch weiter drehen. Die Sonne wird auch für euch wieder scheinen. Und der Regen, dem wir uns alle so verbunden fühlen, wird uns nie verlassen, aber er wird irgendwann aufhören wehzutun.

 

Euer Sid

Wake me up, when September ends.

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